Von schlechten Verlierern, neuen IPs und enttäuschenden Wollwelten

11. September 2015

In den letzten zwei Monaten hatte ich jede Menge Zeit, um mich mal wieder eingängig mit meinem liebsten Zeitvertreib zu beschäftigen. Besonders mit meiner Wii U habe ich mir etliche Stunden versüßt, wobei es auch genügend Momente gab, in denen ich das Gamepad am liebsten zur Seite gelegt hätte. Meine persönlichen Erfahrungen mit einigen von Nintendos heiß ersehnten Titeln möchte ich in diesem Beitrag kurz beleuchten. Fangen wir an mit dem wahrscheinlich wichtigsten Wii U-Release des Jahres…

Splatoon

Splatoon

Endlich hat sich Nintendo noch einmal getraut, eine vollkommen neue IP aus dem Boden zu stampfen und diese auch vernünftig zu vermarkten. Belohnt wurde dies mit äußerst respektablen Verkaufszahlen, besonders in Japan. Auch ich bin mit leichter Verstärkung ins Tintenfischgefecht eingestiegen und konnte mich davon überzeugen, wie wunderbar frisch und unverbraucht das Konzept von Splatoon ist. Dabei war es keine Liebe auf den ersten Blick. Da ich so gut wie keine Shooter spiele, egal ob 1st oder 3rd Person, brauchte ich eine ganze Weile, bis ich mich in den Online-Matches auch nur annähernd behaupten konnte. Erst das Freischalten des Rangmodus verschaffte mir wieder Spaß an den Gefechten, denn dort war ich weniger auf mich allein gestellt, sondern wurde verstärkt von meinen Teamkameraden unterstützt und konnte dasselbe für sie tun. Mir ist schleierhaft, warum dieser Modus erst dermaßen spät freigeschaltet wird, zumal man dort sowieso Spielern mit ungefähr gleichem Rang zugewiesen wird. Zum Glück gibt es ja auch noch den Singleplayer-Modus, der mir außerordentlich viel Spaß bereitet hat, gekrönt von einem phänomenalen Endgegner. Nur weiter so, Nintendo!

Super Smash Bros. for Wii U

Nachdem ich lange Zeit nicht zuhause war, konnte ich mich nun endlich wieder intensiv dem neuesten Smash Bros.-Teil auf dem großen Bildschirm zuwenden. Während meine Singleplayer-Sessions vorwiegend auf dem 3DS stattfanden, galt meine Aufmerksamkeit bei der Wii U-Version hauptsächlich dem Online-Modus, den ich in den letzten Wochen äußerst intensiv gespielt habe. Zumindest in 1-gegen-1-Matches werde ich meist mit einer halbwegs stabilen Verbindung gesegnet, wobei es immer wieder Momente zum Haare raufen gibt, in denen einem das Lag die Tour vermasselt. In letzter Zeit sind es allerdings zunehmend die Spieler, auf die ich im „Hart auf hart“-Modus treffe, die mir den Spaß am Spiel verderben. Das Gros an Kontrahenten besteht inzwischen aus schlechten Verlierern, die nach einer einzigen Niederlage den Raum verlassen, sowie schlechten Gewinnern, die dasselbe nach ihrem ersten Sieg tun. Gespottet wird dabei am laufenden Band und zum Glück kann ich über die Beleidigungen, die manchmal per Namensfunktion ausgesprochen werden, bisher noch lachen. Hier ist es interessant, einen Vergleich zu meinen anfänglichen Erfahrungen mit Splatoons Online-Modus anzustellen. Da man dort mit seinen Gegnern kaum in direkten Kontakt tritt, entmutigen mich lediglich die ständigen Niederlagen, während Smash Bros. den Spielern genügend Gelegenheit gibt, sich daneben zu benehmen, weswegen man sich eher über die Person am anderen Ende der Leitung ärgert als über den Ausgang des Matches. In jedem Fall weiß man gemütliche Couch-Sessions mit seinen Freunden wieder ganz neu zu schätzen.

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Pokémon Shuffle: Eine Hassliebe

1. April 2015

Für Nintendo erwies sich das Konzept von Pokémon Shuffle als voller Erfolg. Für den Spieler kann F2P jedoch oft frustrierend sein, da es ihm nicht erlaubt, im eigenen Tempo voranzukommen. Über meine persönlichen Erfahrungen mit dem Puzzler.

Pokémon Shuffle

Ein relativ neues Konzept in der Videospielwelt, welches vor allem auf Plattformen wie Facebook und Smartphones beliebt zu sein scheint, ist F2P, kurz für Free-to-play. Sogar Nintendo befasst sich nun mit dem System, bei dem man das Spiel selbst kostenlos erhält, bei der Nutzung von bestimmten optionalen Funktionen jedoch bezahlen muss. Nachdem es Rusty’s Real Deal Baseball nicht nach Europa geschafft hat, ist Pokémon Shuffle hierzulande der erste Titel aus dem Hause Nintendo, der auf diese Weise funktioniert. Bei diesem Puzzle-Spiel werden die Versuche, die dem Spieler zur Verfügung stehen, begrenzt, wobei sich diese mit der Zeit regenerieren. Oder aber man kauft sich Weitere hinzu.

Ich habe Pokémon Shuffle tatsächlich nur deswegen ausprobiert, weil man es kostenlos herunterladen kann, denn die Vorläufer Pokémon Link! und Pokémon Link: Battle! hatte ich seinerzeit nicht ausprobiert und auch mit der Hauptserie an sich befasse ich mich nur noch wenig. Nach einigen Minuten mit dem Puzzler gefiel mir das Spielprinzip allerdings sehr gut und aufgrund des einsteigerfreundlichen Schwierigkeitsgrads und den diversen Bonus-Items, die man anfangs erhält, störte mich auch das Limit von höchstens fünf aufeinanderfolgenden Versuchen nicht. Erste Frustmomente ergaben sich allerdings bei den schwierigeren Gegnern, schließlich liegt es in der Natur eines Videospielers, eine nicht auf Anhieb gemeisterte Aufgabe sofort noch einmal angehen zu wollen. Diese zweite Chance aufgrund fehlender Versuche auch nur um eine halbe Stunde verschieben zu müssen, fällt da oft schwer.

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Super Smash Bros. für 3DS und Wii U: Endstation für den Hype Train?

11. September 2014

Wie viele andere Fans habe auch ich in den letzten Wochen mit Spannung jeder einzelnen Info zu den neuen Super Smash Bros.-Teilen für den Nintendo 3DS und die Wii U nachgejagt. Nun, da die Handheld-Version des Kultprüglers in japanischen Regalen steht, scheint der schier unendliche Hype ein Ende zu finden. Oder etwa doch nicht? Worauf wir uns noch freuen dürfen und warum ich von dem Spiel bisher mehr als beeindruckt bin, möchte ich in diesem Artikel besprechen. Dabei werde ich auf einige Spielgeheimnisse eingehen, das heißt: SPOILER-WARNUNG!

Super Smash Bros. for 3DS & Wii U

Masahiro Sakurai, Kopf des Entwicklerteams der neuen Smash Bros.-Spiele, wurde in den letzten Wochen und Monaten von Nintendos Fan-Gemeinde gleich einer Gottheit verehrt. Verständlich, wenn man bedenkt, wie er seine nach Infos lechzenden Fans in genau den richtigen Abständen mit neuen Details und Enthüllungen fütterte und dabei so manche Frage unbeantwortet ließ, was in so manchem Videospiel-Forum immer wieder heiße Debatten auslöste.

Eigentlich hatte ich mir nach dem Release von Super Smash Bros. Brawl für die Wii vorgenommen, beim nächsten Smash den Spoilern möglichst aus dem Weg zu gehen. Damals war ich zwar den „Dojo“-Updates gefolgt, das Bombardement an Enthüllungen nach der Veröffentlichung in Japan traf mich jedoch unvorbereitet. Die Wartezeit bis zum Europa-Release hatte zur Folge, dass ich bereits bestens über die Geheimnisse des Spiels informiert war, als ich endlich selbst Hand anlegen durfte.

Die guten Vorsätze hatten sich auch dieses Mal schnell erledigt, nachdem die Miiverse-Updates von Sakurai immer interessanter wurden und ich anfing, den Diskussionen in NeoGAF zu folgen. Die von den Usern gern als „Hype Train“ bezeichnete Ekstase vor und nach großen Enthüllungen zog mich in ihren Bann, sodass ich nach den ersten Leaks beschloss, dass Vorfreude doch die schönste Freude ist und es sowieso zwecklos wäre, bis zum Deutschland-Release des 3DS-Ablegers allen weiteren Infos auszuweichen.

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