Alfons Mucha – Beeinflusst durch Japan, ein Einfluss auf Japan

23. Februar 2014

Der tschechiche Künstler Alfons Mucha ist einer der herausragenden Vertreter des Jugendstils, den er vor allem durch seine berühmten Plakatarbeiten prägte. Sein typischer Zeichenstil mit den kräftigen Konturen und floralen Mustern wurde dabei vom japanischen Farbholzschnitt inspiriert. Wiederum übt Mucha noch heute einen großen Einfluss auf die japanische Kunst des Manga aus…

Werk von Alfons Mucha

Geboren wird Alfons Mucha am 24. Juli 1860 in der tschechischen Stadt Ivančice. Da er an der Prager Akademie der Bildenden Künste nicht angenommen wird, bildet er sich auf eigene Faust künstlerisch weiter und lebt für einige Zeit von Bühnenmalereien, Buchillustrationen und ähnlichen kleineren Aufträgen. Erst als er 1894 das erste Plakat für die Schauspielerin Sarah Bernhardt entwirft, gelingt ihm der Durchbruch. Die farbenfrohen und eleganten Darstellungen des Weiblichen treffen den Nerv der Epoche und werden später aufgrund ihrer Begehrtheit bei Kunstliebhabern in riesigen Auflagen gedruckt. Mucha entwirft fortan nicht mehr nur Werbeplakate für Bernhardts Stücke, sondern arbeitet auch für Firmen wie Nestlé und Maggi und lässt seine sinnlichen Frauengestalten sogar Zigaretten bewerben.

Werke von Alfons Mucha

Wie viele andere Vertreter des Jugendstils ließ sich auch Alfons Mucha von der japanischen Kunst inspirieren, in diesem Fall vom Farbholzschnitt. Genau wie bei den asiatischen Vorbildern, zeichnen Muchas Werke geschwungene Linien und dicke schwarze Konturen aus, während die meist weiblichen Gestalten von floralen Mustern umgeben werden. Typisch für Muchas Zeichnungen sind die ausufernden Gewänder und das wallende Haar der Frauen, welches in langen Locken die gesamte Bildfläche durchzieht. Hier erkennt man bereits die erste Parallele zur Welt der Manga, denn welches andere Medium ist derart berühmt berüchtigt für die exzentrischen Frisuren seiner Protagonisten. Gerade im Bereich der Shoujo-Manga begegnen einem immer wieder die manchmal scherzhaft als „Muchas Makkaroni“ bezeichneten Haarlocken.

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