Zuhause günstig exzellenten Kaffee zubereiten: Die Moka-Kanne

4. Januar 2015

Liebhaber des schwarzen Heißgetränks verschwenden bei dem Versuch, die Spezialitäten aus den hiesigen Cafés in den eigenen vier Wänden herzustellen, Unsummen für Vollautomaten und Pseudo-Siebträger. Dabei kostet die Zubereitung von großartigem Kaffee nicht mehr als ein paar Euro. Die geheimen Zutaten sind Sorgfalt, die richtige Technik und vor allem: gute Bohnen.

Zwei Moka-Kannen verschiedener Größen

Die Deutschen müssen etwa um die Zeit der Markteinführung der Senseo Pad-Maschinen vergessen haben, wie guter Filterkaffee schmeckt. Anders lässt sich wohl kaum erklären, wie ein ganzes Volk Omas Herzschrittmacher gegen Blümchenkaffee aus dem Stoffsäckchen eintauschen konnte. Zur selben Zeit schlürfte man in Cafés und beim Italiener Latte Macchiatos oder, etwas männlicher, doppelte Espressi. Kaum war die Koffeinsucht geweckt, verlangte man nach Systemen für den Heimgebrauch, welche dieselben Getränke in derselben Qualität produzieren sollten, am besten auf Knopfdruck.

Kaffeevollautomaten fanden bei gutgläubigen Kunden reißenden Absatz, andere investierten in Mini-Siebträgermaschinen, die zwar den La Marzoccos der italienischen Etablissements in putziger Art und Weise ähnlich sahen, jedoch genau wie Vollautomaten etwas herstellten, das Espresso zwar ähnelte, aber keiner war. Der Grund dafür war in beiden Fällen der fehlende Druck: Während echte Siebträgermaschinen mit 9 Bar arbeiten, preisen Geräte für den Heimbedarf dies höchstens auf der Verpackung an: Selbst wenn sie dazu theoretisch in der Lage sind, würden Sie bei einem solchen Druckaufbau in der Praxis in ihre Plastikeinzelteile zerbersten.

Eine aussichtslose Situation also? Nicht ganz. Manchmal ist nah dran ja schon genug und das muss keine Hunderte oder gar Tausende Euro kosten. Es gibt genügend günstige Methoden, richtig guten Kaffee in den eigenen vier Wänden zuzubereiten und dank der sogenannten „Third Wave“ des Kaffeekonsums erscheinen in letzter Zeit immer mehr, vor allem für Filterkaffee. An dieser Stelle soll es aber erst einmal um Espresso gehen. Und da haben italienische Haushalte schon seit Ewigkeiten eine kleine Geheimwaffe in petto: die Moka-Kanne.

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