Selbst gebraut schmeckt besser: Der Weg zum ersten eigenen Bier

15. April 2016

Als ich Ende 2013 mit „Amarsi“ vom BrauKunstKeller mein erstes Craft Beer probierte, erwachte mein Interesse für das Thema Bier. Über die Jahre kostete ich die verschiedensten Bierstile aus aller Welt, bis ich mich Anfang dieses Jahres endlich dazu entschloss, mein erstes eigenes Bier zu brauen. Wie genau das ablief, wie das Ergebnis ausfiel und welche Erfahrungen ich daraus ziehen konnte, möchte ich an dieser Stelle berichten.

Bier selbst brauen

Die Bereitschaft, viel Mühe und Geduld in die Herstellung seines eigenen Biers zu stecken, ist zwar löblich, doch um mit dem Brauen beginnen zu können, reicht das allein noch nicht aus: Zuerst einmal musste ich mich entscheiden, woher ich die entsprechende Ausrüstung beziehen würde. Die auf Amazon beliebten Braufässchen schienen mir derart weit von der traditionellen Bierherstellung entfernt zu sein, dass ich diese bereits zu Beginn ausschloss. Ich landete bald auf verschiedenen Online-Shops für Hobbybrauer und hatte mir mithilfe des Buchs „Bier selbst brauen“ von Greg Hughes bereits alle nötigen Utensilien zusammengestellt, als mir klar wurde, wieviel Flüssigkeit das übliche Brauvolumen von 30 Litern eigentlich wirklich darstellte. Was, wenn mein erstes Bier nichts werden würde? 30 Liter in den Ausguss zu schütten, würde mir das Herz brechen.

Das ganze musste also im kleineren Rahmen stattfinden. Während es allerdings in den Vereinigten Staaten genügend Anbieter von kleinen und feinen Brausets gibt, sieht es in Deutschland eher mau aus. Da stieß ich auf das Start-up-Unternehmen Besserbrauer und deren „Braubox“. Zwar war der Preis im Vergleich zu den Produkten aus den Hobbybrauer-Shops ziemlich gesalzen, jedoch gefiel mir, dass der Brauvorgang hier im Gegensatz zu anderen vorgefertigten Kits der traditionellen Methode ohne vorgefertigte Extrakte oder ähnliches folgte. Außerdem lud das Brauvolumen von vier Litern zum Experimentieren ein. Da ein obergäriger Bierstil mehr Fehler verzeiht als untergärige Sorten wie beispielsweise Pils oder Lager, entschied ich mich für die Brown Ale-Variante des „Rundum-Sorglos-Pakets“, in dem bereits die meisten benötigten Utensilien enthalten waren, wobei aber zusätzlich mindestens ein Kochtopf mit einem Volumen von 10 Litern zum Brauen notwendig ist (zwei sind praktischer, ich habe es aber auch mit mehreren kleineren Töpfen geschafft). Drei der vier wichtigsten Zutaten sind bereits in der Braubox enthalten: Malz, Hopfen und Hefe. Die vierte Zutat, Wasser, ist zum Glück nicht schwer zu bekommen. Um kein Risiko bei der Wasserhärte einzugehen, entschied ich mich dazu, mit stillem Mineralwasser aus dem Supermarkt zu brauen.

Bier selbst brauen: Maischen und Läutern

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Ein Genussspaziergang durch Freiburg

28. Juli 2015

Freiburg bietet mehr als nur eine hübsche Altstadt und die Nähe zum Schwarzwald. Durch den hohen Anteil der studentischen Bevölkerung gibt sich die Stadt jung und zeitgemäß, was sich auch im kulinarischen Spektrum widerspiegelt. Ich habe für euch einen Rundgang durch Freiburg zusammengestellt, der euch an meinen Lieblingsorten zum Verweilen und Genießen vorbeiführt.

Blick auf das Martinstor in Freiburg im Breisgau

Wir starten unsere kleine Tour dort, wo wohl die meisten Reisenden zuerst eintreffen werden: dem Hauptbahnhof. Wer die Treppen zur Straßenbahnhaltestelle erklimmt und in östliche Richtung blickt, kann die Altstadt schon ausmachen. Ein Blick nach Westen lässt den Stadtteil Stühlinger erahnen. Wir laufen zuerst einmal in Richtung Altstadt, deren Wahrzeichen das Freiburger Münster ist. Schon nach wenigen Metern passieren wir dabei unser erstes Ziel, denn leicht versteckt neben Kino und Eiscafé und direkt an der Haltestelle Stadttheater liegt die…

Passage46, Bertoldstraße 46

Das Motto „Where art, music, gastronomy and culture intersect“ beschreibt das Konzept sehr gut, denn die Passage46 gelangt nicht mehr nur durch ihre Konzerte und Aufführungen, sondern zunehmend auch dank ihrer Bar zu Ruhm und Ehre, nicht zuletzt dank des leitenden Bartender Alexander Mayer, der kürzlich bei der „Made in GSA Competition“ in Berlin abräumte. Bei diesem Cocktail-Wettbewerb geht es darum, hauptsächlich Zutaten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu verwenden und Alexander konnte mit seinem „Cowbell“, einer Mixtur aus Birnenbrand, Wermut und frischer Buttermilch, die Jury vollends überzeugen und damit den ersten Platz belegen. Diesen Drink kann man natürlich auch in der Passage46 genießen, vorausgesetzt die Zutaten sind gerade auf Lager. Andernfalls lockt eine anschaulich umgesetzte Karte mit diversen ansprechenden Drinks, die allesamt auf frische Zutaten setzen und auch die selbstgemachte Limonade weiß zu überzeugen.

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Sechs tolle Spirituosen für unter 15 Euro

3. März 2015

Teurer ist nicht immer besser, das gilt auch für Spirituosen. In den hiesigen Supermärkten kämpfen diverse Marken um die Gunst der Käufer und nicht jede ist ihren Preis wert. In diesem Artikel möchten wir auf einige wirklich gute Produkte aufmerksam machen, die gar nicht mal so teuer sind.

Klar, wem Geschmack und die körperliche Verfassung am Morgen danach egal sind, der kann für die nächste Party gern zum Discounter-Fusel greifen. Wer jedoch den Abend genauso genießen möchte wie seinen Drink, der sollte in jedem Fall mehr als 10 Euro für die Flasche seiner Wahl lockermachen. Doch damit ist die Sache noch längst nicht gegessen bzw. getrunken. Der Konsument wird durch das Sortiment der Supermärkte regelrecht erschlagen, gibt es doch eine Unzahl an Marken in diesem Preissegment und Begriffe wie „Premium“ und „Superior“ werden den Kunden regelrecht um die Ohren gehauen. Durch geschicktes Marketing haben sich einige Marken ungerechtfertigterweise am Markt etabliert und landen schnell einmal in den Einkaufswägen von uninformierten Verbrauchern, die das Etikett mit der hübsch anzusehenden Fernsehwerbung verbinden. Dafür zahlen sie dann oftmals sogar mehr als für eine unbekanntere, qualitativ jedoch hochwertigere Marke.

Damit unsere Leser nicht in dieselbe Falle tappen, stellen wir an dieser Stelle sechs tolle Spirituosen vor – für jede der großen Kategorien eine – die bereits für weniger als 15 Euro zu haben sind. Diese Empfehlungen sind auch angehenden Hobby-Mixern zu empfehlen, denn jede dieser Flaschen macht sich hervorragend in einem Cocktail.

1) Vodka: Russian Standard

Russian Standard Vodka

Unsere erste Spirituose ist auch gleichzeitig die günstigste auf der Liste. Im Segment der Vodkas darf man sich nicht von schicken Flaschendesigns einlullen lassen und genauso wenig sollte man glauben, dass ein werbestarker amerikanischer Vodka einem russischen Original das Wasser reichen kann. Russian Standard gehört nicht ohne Grund zu den meistverkauften Vodkas Russlands, denn im Gegensatz zu mancher Modemarke schmeckt diese Spirituose noch nach ihren Zutaten (beim doch sehr neutralen Vodka ein wichtiges Qualitätsmerkmal), ist dabei aber mild und brennt nicht so sehr im Rachen wie manche ihrer Kollegen. Wer Gefallen an Russian Standard gefunden hat, kann sich innerhalb der Familie auch problemlos hochhangeln, denn für Vodka-Fans gibt es auch teurere Varianten, die sich dann auch mehr und mehr zum puren Genuss eignen.

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Zuhause günstig exzellenten Kaffee zubereiten: Die Moka-Kanne

4. Januar 2015

Liebhaber des schwarzen Heißgetränks verschwenden bei dem Versuch, die Spezialitäten aus den hiesigen Cafés in den eigenen vier Wänden herzustellen, Unsummen für Vollautomaten und Pseudo-Siebträger. Dabei kostet die Zubereitung von großartigem Kaffee nicht mehr als ein paar Euro. Die geheimen Zutaten sind Sorgfalt, die richtige Technik und vor allem: gute Bohnen.

Zwei Moka-Kannen verschiedener Größen

Die Deutschen müssen etwa um die Zeit der Markteinführung der Senseo Pad-Maschinen vergessen haben, wie guter Filterkaffee schmeckt. Anders lässt sich wohl kaum erklären, wie ein ganzes Volk Omas Herzschrittmacher gegen Blümchenkaffee aus dem Stoffsäckchen eintauschen konnte. Zur selben Zeit schlürfte man in Cafés und beim Italiener Latte Macchiatos oder, etwas männlicher, doppelte Espressi. Kaum war die Koffeinsucht geweckt, verlangte man nach Systemen für den Heimgebrauch, welche dieselben Getränke in derselben Qualität produzieren sollten, am besten auf Knopfdruck.

Kaffeevollautomaten fanden bei gutgläubigen Kunden reißenden Absatz, andere investierten in Mini-Siebträgermaschinen, die zwar den La Marzoccos der italienischen Etablissements in putziger Art und Weise ähnlich sahen, jedoch genau wie Vollautomaten etwas herstellten, das Espresso zwar ähnelte, aber keiner war. Der Grund dafür war in beiden Fällen der fehlende Druck: Während echte Siebträgermaschinen mit 9 Bar arbeiten, preisen Geräte für den Heimbedarf dies höchstens auf der Verpackung an: Selbst wenn sie dazu theoretisch in der Lage sind, würden Sie bei einem solchen Druckaufbau in der Praxis in ihre Plastikeinzelteile zerbersten.

Eine aussichtslose Situation also? Nicht ganz. Manchmal ist nah dran ja schon genug und das muss keine Hunderte oder gar Tausende Euro kosten. Es gibt genügend günstige Methoden, richtig guten Kaffee in den eigenen vier Wänden zuzubereiten und dank der sogenannten „Third Wave“ des Kaffeekonsums erscheinen in letzter Zeit immer mehr, vor allem für Filterkaffee. An dieser Stelle soll es aber erst einmal um Espresso gehen. Und da haben italienische Haushalte schon seit Ewigkeiten eine kleine Geheimwaffe in petto: die Moka-Kanne.

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