Sechs tolle Spirituosen für unter 15 Euro

3. März 2015

Teurer ist nicht immer besser, das gilt auch für Spirituosen. In den hiesigen Supermärkten kämpfen diverse Marken um die Gunst der Käufer und nicht jede ist ihren Preis wert. In diesem Artikel möchten wir auf einige wirklich gute Produkte aufmerksam machen, die gar nicht mal so teuer sind.

Klar, wem Geschmack und die körperliche Verfassung am Morgen danach egal sind, der kann für die nächste Party gern zum Discounter-Fusel greifen. Wer jedoch den Abend genauso genießen möchte wie seinen Drink, der sollte in jedem Fall mehr als 10 Euro für die Flasche seiner Wahl lockermachen. Doch damit ist die Sache noch längst nicht gegessen bzw. getrunken. Der Konsument wird durch das Sortiment der Supermärkte regelrecht erschlagen, gibt es doch eine Unzahl an Marken in diesem Preissegment und Begriffe wie „Premium“ und „Superior“ werden den Kunden regelrecht um die Ohren gehauen. Durch geschicktes Marketing haben sich einige Marken ungerechtfertigterweise am Markt etabliert und landen schnell einmal in den Einkaufswägen von uninformierten Verbrauchern, die das Etikett mit der hübsch anzusehenden Fernsehwerbung verbinden. Dafür zahlen sie dann oftmals sogar mehr als für eine unbekanntere, qualitativ jedoch hochwertigere Marke.

Damit unsere Leser nicht in dieselbe Falle tappen, stellen wir an dieser Stelle sechs tolle Spirituosen vor – für jede der großen Kategorien eine – die bereits für weniger als 15 Euro zu haben sind. Diese Empfehlungen sind auch angehenden Hobby-Mixern zu empfehlen, denn jede dieser Flaschen macht sich hervorragend in einem Cocktail.

1) Vodka: Russian Standard

Russian Standard Vodka

Unsere erste Spirituose ist auch gleichzeitig die günstigste auf der Liste. Im Segment der Vodkas darf man sich nicht von schicken Flaschendesigns einlullen lassen und genauso wenig sollte man glauben, dass ein werbestarker amerikanischer Vodka einem russischen Original das Wasser reichen kann. Russian Standard gehört nicht ohne Grund zu den meistverkauften Vodkas Russlands, denn im Gegensatz zu mancher Modemarke schmeckt diese Spirituose noch nach ihren Zutaten (beim doch sehr neutralen Vodka ein wichtiges Qualitätsmerkmal), ist dabei aber mild und brennt nicht so sehr im Rachen wie manche ihrer Kollegen. Wer Gefallen an Russian Standard gefunden hat, kann sich innerhalb der Familie auch problemlos hochhangeln, denn für Vodka-Fans gibt es auch teurere Varianten, die sich dann auch mehr und mehr zum puren Genuss eignen.

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Jazz, Gospel, Videospiel? Die Hammond-Orgel und ihr Retro-Sound

10. Februar 2015

Manchmal lohnt es sich, genauer hinzuhören. Schon seit über 60 Jahren leistet die Hammond-Orgel, ursprünglich als günstiger Ersatz für die herkömmlichen Kirchenorgeln konstruiert, den Musikern dieser Welt treue Dienste, steht aber seit jeher im Schatten klanggewaltigerer Instrumente. Dabei ist sie selbst aus der Videospielmusik kaum wegzudenken.

Hammond-Orgel

Als der namensgebende Erfinder Laurens Hammond, selbst kein Musiker, an einer kostengünstigen Alternative zur üblichen Pfeifenorgel tüftelte, ahnte er wohl kaum, welchen Einfluss das Instrument auf die Musikwelt haben würde. Während anfangs vor allem amerikanische Kirchengemeinden von seiner Erfindung Gebrauch machten und sie dadurch schnell Einzug in die Gospel-Musik hielt, sorgte Jazz-Musiker Jimmy Smith durch seine virtuose Handhabung der Hammond-Orgel dafür, dass sie schon bald in etlichen anderen Genres, von Funk über Reggae bis hin zu Rock, Verwendung fand.

Im Gegensatz zu ihren traditionellen Pendants verfügt die Hammond-Orgel nicht über Pfeifen, stattdessen werden die Töne elektromechanisch über den Generator erzeugt. Mittels rotierender Tonräder und durch Einwirkung der Manuale und Pedale entstehen Wechselspannungen, die als Vibrationen an den Verstärker und schließlich an die Lautsprecher weitergeleitet werden. Als das Modell B3 erschien, begannen Musiker, die Hammond-Orgel mit Leslie-Lautsprechern zu verbinden. Diese ermöglichten den schwebenden Klangeffekt, inzwischen ein Markenzeichen des Instruments. Während im Laufe der Zeit viele bekannte Künstler, von Deep Purple („Wring That Neck“) über Journey („Walks Like a Lady“) bis hin zu Steppenwolf („Magic Carpet Ride“), auf den besonderen Klang der Hammond-Orgel zurückgriffen, beschränkt sich ihr Einsatz heutzutage eher auf Genres wie Fusion und Ska. Doch auch Jazz-Künstler halten das Instrument weiterhin am Leben, als deutsche Vertreterin sei an dieser Stelle Barbara Dennerlein genannt.

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Zuhause günstig exzellenten Kaffee zubereiten: Die Moka-Kanne

4. Januar 2015

Liebhaber des schwarzen Heißgetränks verschwenden bei dem Versuch, die Spezialitäten aus den hiesigen Cafés in den eigenen vier Wänden herzustellen, Unsummen für Vollautomaten und Pseudo-Siebträger. Dabei kostet die Zubereitung von großartigem Kaffee nicht mehr als ein paar Euro. Die geheimen Zutaten sind Sorgfalt, die richtige Technik und vor allem: gute Bohnen.

Zwei Moka-Kannen verschiedener Größen

Die Deutschen müssen etwa um die Zeit der Markteinführung der Senseo Pad-Maschinen vergessen haben, wie guter Filterkaffee schmeckt. Anders lässt sich wohl kaum erklären, wie ein ganzes Volk Omas Herzschrittmacher gegen Blümchenkaffee aus dem Stoffsäckchen eintauschen konnte. Zur selben Zeit schlürfte man in Cafés und beim Italiener Latte Macchiatos oder, etwas männlicher, doppelte Espressi. Kaum war die Koffeinsucht geweckt, verlangte man nach Systemen für den Heimgebrauch, welche dieselben Getränke in derselben Qualität produzieren sollten, am besten auf Knopfdruck.

Kaffeevollautomaten fanden bei gutgläubigen Kunden reißenden Absatz, andere investierten in Mini-Siebträgermaschinen, die zwar den La Marzoccos der italienischen Etablissements in putziger Art und Weise ähnlich sahen, jedoch genau wie Vollautomaten etwas herstellten, das Espresso zwar ähnelte, aber keiner war. Der Grund dafür war in beiden Fällen der fehlende Druck: Während echte Siebträgermaschinen mit 9 Bar arbeiten, preisen Geräte für den Heimbedarf dies höchstens auf der Verpackung an: Selbst wenn sie dazu theoretisch in der Lage sind, würden Sie bei einem solchen Druckaufbau in der Praxis in ihre Plastikeinzelteile zerbersten.

Eine aussichtslose Situation also? Nicht ganz. Manchmal ist nah dran ja schon genug und das muss keine Hunderte oder gar Tausende Euro kosten. Es gibt genügend günstige Methoden, richtig guten Kaffee in den eigenen vier Wänden zuzubereiten und dank der sogenannten „Third Wave“ des Kaffeekonsums erscheinen in letzter Zeit immer mehr, vor allem für Filterkaffee. An dieser Stelle soll es aber erst einmal um Espresso gehen. Und da haben italienische Haushalte schon seit Ewigkeiten eine kleine Geheimwaffe in petto: die Moka-Kanne.

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Bei Retro V geht es jetzt um mehr

2. Januar 2015

Ein frohes neues Jahr an unsere Leserschaft! 2015 bringt auch für Retro V Veränderungen mit sich und bereits ein Blick auf den neuen Header verrät: hier wird sich bald etwas tun.

Retro V

Seit seiner Entstehung im Jahr 2006 ging es in diesem Blog hauptsächlich um Videospiele, aber in letzter Zeit wurden immer mal wieder auch andere Themen außerhalb dieser Sphäre angeschnitten, seien es Comics, Anime, Musik oder Kunst.

In Folge dessen ist eine Erweiterung der Themengebiete, die wir in Zukunft auf Retro V abdecken werden, die logische Konsequenz. Der große Oberbegriff soll dabei „Genuss“ sein. Gemeint ist die Stimulierung der eigenen Sinne, egal ob dies durch Musik, Film oder eben Videospiele geschieht, oder aber durch das grundlegendste aller Genussmittel, nämlich Essen und Trinken.

Gerade in letzterem Bereich gibt es heutzutage wieder viele Bewegungen, die wegführen vom gedankenlosen Konsum und hin zum Genuss hochwertiger Güter, sei es beim Craft Beer oder dem Third Wave-Kaffee. Retro V möchte für seine Leserschaft ein Rategeber für all das sein, was die Sinne verzückt.

Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Fühlen. Bei Retro V geht es jetzt um mehr. Wir hoffen, dass die neuen Themengebiete bei unseren Lesern auf großes Interesse stoßen werden und freuen uns bereits auf eure Rückmeldungen. Auf ein erfolgreiches Jahr!


Super Smash Bros. für 3DS und Wii U: Endstation für den Hype Train?

11. September 2014

Wie viele andere Fans habe auch ich in den letzten Wochen mit Spannung jeder einzelnen Info zu den neuen Super Smash Bros.-Teilen für den Nintendo 3DS und die Wii U nachgejagt. Nun, da die Handheld-Version des Kultprüglers in japanischen Regalen steht, scheint der schier unendliche Hype ein Ende zu finden. Oder etwa doch nicht? Worauf wir uns noch freuen dürfen und warum ich von dem Spiel bisher mehr als beeindruckt bin, möchte ich in diesem Artikel besprechen. Dabei werde ich auf einige Spielgeheimnisse eingehen, das heißt: SPOILER-WARNUNG!

Super Smash Bros. for 3DS & Wii U

Masahiro Sakurai, Kopf des Entwicklerteams der neuen Smash Bros.-Spiele, wurde in den letzten Wochen und Monaten von Nintendos Fan-Gemeinde gleich einer Gottheit verehrt. Verständlich, wenn man bedenkt, wie er seine nach Infos lechzenden Fans in genau den richtigen Abständen mit neuen Details und Enthüllungen fütterte und dabei so manche Frage unbeantwortet ließ, was in so manchem Videospiel-Forum immer wieder heiße Debatten auslöste.

Eigentlich hatte ich mir nach dem Release von Super Smash Bros. Brawl für die Wii vorgenommen, beim nächsten Smash den Spoilern möglichst aus dem Weg zu gehen. Damals war ich zwar den „Dojo“-Updates gefolgt, das Bombardement an Enthüllungen nach der Veröffentlichung in Japan traf mich jedoch unvorbereitet. Die Wartezeit bis zum Europa-Release hatte zur Folge, dass ich bereits bestens über die Geheimnisse des Spiels informiert war, als ich endlich selbst Hand anlegen durfte.

Die guten Vorsätze hatten sich auch dieses Mal schnell erledigt, nachdem die Miiverse-Updates von Sakurai immer interessanter wurden und ich anfing, den Diskussionen in NeoGAF zu folgen. Die von den Usern gern als „Hype Train“ bezeichnete Ekstase vor und nach großen Enthüllungen zog mich in ihren Bann, sodass ich nach den ersten Leaks beschloss, dass Vorfreude doch die schönste Freude ist und es sowieso zwecklos wäre, bis zum Deutschland-Release des 3DS-Ablegers allen weiteren Infos auszuweichen.

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Tolle Tracks – Vol. 3

4. Juli 2014

Seit dem letzten Beitrag dieser Reihe ist bereits einige Zeit vergangen. Deswegen werde ich nicht alle seitdem auf der Facebook-Seite geposteten Tracks des Tages behandeln, wohl aber einige meiner besonderen Lieblinge. Den Anfang macht ein Klassiker für den GameCube…

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Super Smash Bros. Melee: „All-Star Rest Area“

Bei diesem Track handelt es sich nicht nur um den Remix eines Tracks aus Kirby’s Fun Pak, selbst der ursprüngliche Song baut auf einer der ersten Kirby-Melodien überhaupt auf. Wer genau hinhört, erkennt, dass es sich bei dem Song, welcher in Super Smash Bros. Melee zwischen den Kämpfen des All-Star-Modus und in Kirby’s Fun Pak in Speicherräumen ertönt, um eine erheblich langsamere Version der Hintergrundmusik von „Float Islands“, dem dritten Level in Kirby’s Dreamland, handelt. Dieses Phänomen, bei dem aus einem bestehenden Song durch das verändern des Tempos ein neuer entsteht, lässt sich beispielsweise auch in Super Mario World beobachten, wo man dem Hauptthema in einer Vielzahl von Variationen begegnet, zum Beispiel als langsamer Walzer in den Unterwasser-Levels. Abgesehen davon wirkt die Melee-Version auf mich ungemein beruhigend. So beruhigend, dass ich mich damit jeden Morgen von meinem Handy-Wecker sanft aufwecken lasse. Aber das nur am Rande.

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Nintendos E3 2014: Wie ein Phönix aus der Asche

13. Juni 2014

Niemand kann bestreiten, dass Nintendo gerade die beste E3 seit Jahren hinter sich gebracht hat. Warum das Konzept der digitalen Pressekonferenz diesmal glückte und ob man mit den vorgestellten Titeln zufrieden sein kann, möchte ich in diesem Artikel untersuchen.

The Legend of Zelda für Wii U

Das mit Spannung erwartete „Digital Event“ startete humorvoll: In einem Stop-Motion-Sketch von den Robot Chicken-Machern betrat eine Reggie-Puppe die Bühne und eröffnete mit einigen selbstironischen (und im Falle der Mother 3-Bemerkung schmerzhaften) Scherzen die Präsentation. Mit dem, was darauf folgte, hatte aber wohl niemand gerechnet: Reggie und Iwata, dieses Mal leibhaftig, lieferten sich einen herrlich übertriebenen Martial Arts-Kampf, der in einem Smash Bros.-Duell mit deren Miis gipfelte. Manch einem mag es missfallen, wie sich die Nintendo-Köpfe ins Rampenlicht stellen, jedoch zeigen solche Sequenzen, dass sich Nintendo wieder seinen treuesten Fans widmet. Eine nachvollziehbare Reaktion, denn auch wenn Mario Kart 8 die Verkäufe der Wii U kürzlich ankurbeln konnte, wurde ein noch größeres Desaster bisher nur durch die treuen Anhänger der Marke Nintendo verhindert.

Dementsprechend sauber lief dann auch der Rest der Präsentation ab. Bekannte und neue Titel wurden im Detail von den Entwicklern vorgestellt und weitere Sketches rundeten das Programm ab. Die drei großen Highlights waren sicherlich der neueste Schwung an Infos zum derzeit in aller Munde befindlichen vierten Super Smash Bros.-Teil (dessen 3DS-Ableger leider etwas später als erhofft erscheinen wird, nun aber immerhin einen festen Termin hat), die neue IP (hört hört!) namens Splatoon und natürlich die Enthüllung des neuesten Zelda-Teils für Wii U. Letzterer entsprach nach bester Nintendo-Manier natürlich nicht der vor ein paar Jahren vorgestellten Tech-Demo, kommt dafür aber mit einer an die Werke von Studio Ghibli erinnernden, wunderschönen Bilderbuch-Grafik daher. Die Tatsache, dass eine der großen Schwächen von Skyward Sword, nämlich die fragmentierte Oberwelt, augenscheinlich der Vergangenheit angehört und erste Andeutungen darauf, dass von Steampunk inspirierte Technologie frischen Wind in die Welt von Hyrule bringen wird, lassen schon einmal hoffen. Interessant war auch die Diskussion von Fans darüber, ob es sich bei dem Link aus dem kurzen Trailer um einen Jungen oder ein Mädchen handle. Eine durchaus berechtigte Frage in Anbetracht der Vielzahl an weiblichen Neuzugängen in Smash Bros., der Aonuma jedoch jeglichen Wind aus den Segeln nahm.

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